Gedanken
Moon-Kwan Park
Die hier im Katalog abgebildeten Werke Moon-Kwan Parks zeigen ein breites Spektrum seines künstlerischen Schaffens, zeichnen
seine verschiedenen Entwicklungsphasen nach und führen den Betrachter
in die Gedankenwelten des Künstlers ein. Park wurde 1963 in Seoul
geboren und zog 1982, nach dem Tod seines Vaters, zu seiner Mutter
nach Deutschland. Dort begann er 1984 seinStudium an der Staatlichen
Akademie für Bildende Künste in Karlsruhe, das er 1991 als Meisterschüler
von Prof. Klaus Arnold abschloss. Während seines Studiums beschäftigten
ihn vor allem die Klassiker der Kunstgeschichte, wie Rembrandt, bei
den impressionisten besonders Manet, Matisse, später dann Max Ernst,
der Spanier Tápies und sein Lehrer Klaus Arnold selbst. Waren seine
Bilder im Studium noch gegenständlich geprägt, so verliert sich diese
Gegenständlichkeit nach seinem Abschluss immer mehr: Dinge lassen
sich nun nur noch erahnen, sind nur noch schemenhaft in den Farbschichten
zu erkennen. Die Suche nach Art und Form, um Gedanken und Gefühle
auszudrücken, wird ihm jetzt wichtiger. Die Frage nach dem "Wo sind
Wir?", "Was sind Wir?" ist in dieser Phase von 1991-1993 bestimmend
für sein Schaffen - eine Selbstsuche. Park bringt hier die Empfindungen,
die verschiedene Erlebnisse bei ihm hinterlassen haben, zum Ausdruck.
Er überträgt sie mit Hilfe von Pinsel, Spachtel und unterschiedlichen
metallenen Gegenstände auf die Leinwand. Dabei spielen sowohl Erinnerungen
an seine Kindheit und Jugend in Korea eine Rolle, als auch Eindrücke
und Empfindungen aus dem Hier und Jetzt. Durch diese, seine innersten
Gefühle preisgebende Malweise, wirken die Gemälde sehr stimmungsvoll
und poetisch. Es entstehen neue, fiktive Welten, die bei dem Betrachter
Assoziationen wecken und ihn in ihren emotionalen Bann zeihen. Farblich
ist diese Phase vor allem von Ockertönen geprägt.